Zu Unrecht beschuldigte Falun Gong
Praktizierende entschlossen gegen politische Verfolgung - sie weigern
sich, Geldstrafen zu zahlen
Donnerstag, 22. August
2002
(Clearwisdom.net) - Neues aus Hongkong
vom 19. August 2002: Um zu verhindern, dass das Hongkonger Justizsystem
sich zum Komplizen des despotischen Regimes von Jiang Zemin macht und um
Hongkongs Rechtssystem zu schützen sowie entschlossen gegen die illegale
Verfolgung einzustehen, haben heute 16 zu Unrecht beschuldigte und
verurteilte Falun Gong Praktizierende verweigert, die ihnen durch das
ungerechte Urteil auferlegte Geldbuße zu zahlen.
Außer der Schweizer Praktizierenden
Simone Claudia, der erlaubt wurde, Hongkong wegen einer
Familienangelegenheit vor Ende der Gerichtsverhandlung zu verlassen,
bleiben die anderen 15 Praktizierenden, drei Schweizer, ein Neuseeländer
chinesischer Abstammung sowie 11 örtliche Falun Gong Praktizierende, in
Hongkong. Die drei Schweizer Praktizierenden, deren Abreise nach Hause
für diesen Tag vorgesehen war, beschlossen, ihre Abreise zu verschieben,
um die Geldstrafe zu verweigern.
Am 19. August hielten die 16 Falun Gong
Praktizierenden eine Pressekonferenz ab, um offen und deutlich ihre
Absicht, die Geldstrafe nicht zu bezahlen, bekannt zu geben. Sie
erklärten außerdem, dass sie gegen das Urteil Einspruch einlegen würden,
aufgrund der zu Unrecht erhobenen Anklage „Behinderung von Passanten“
sowie „ Angriff auf Polizisten“. Sie warfen anhand von Fakten und dem
Gesetz viele Fragen und Zweifel über das vorurteilsvolle und unfaire
Urteil auf.
Nachdem die erste Gerichtsverhandlung am
15. August zuende gegangen war, richteten die 16 Praktizierenden durch
ihren Rechtsanwalt eine Anfrage an das westliche Richteramt, um einen
Aufschub für die Zahlung der Geldstrafe zu erreichen. Richter Symon Wong
bestand auf dem ursprünglichen Urteil und forderte, dass sie noch am
selben Tag die Strafe zahlen müssten, aber er erwähnte nichts von
irgendeiner Alternative dazu. Im Gerichtssaal jedoch hatte die
Anklagevertretung erklärt, dass die Praktizierenden wählen könnten
zwischen Geld- oder Haftstrafe.
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Falun Dafa Praktizierende erklären
die Wahrheit bei der Pressekonferenz am 19. August |
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Am 20. August, einige
Praktizierende machen vor dem Verbindungsbüro die Übungen und
meditieren. |
Gestern auf der Pressekonferenz machte eines der Opfer der falschen
Beschuldigungen, Lu Jie, deutlich, dass das Grundgesetz Hongkongs und
die Menschenrechte die Bevölkerung mit dem Recht auf Meinungs- und
Versammlungsfreiheit ausgestattet hatten; darum sollte es den Menschen
erlaubt sein, diese Rechte in angemessenen Umfang auszuüben. Wie konnten
die Behörden sie so unerwartet der „Behinderung von Passanten“
anschuldigen?
Was die Geldstrafe angeht, so machte Lu
Jie deutlich, dass alle 16 Praktizierenden sich entschieden haben, diese
nicht zu bezahlen. Der letzte Termin für die Bezahlung der Geldstrafe
war gestern um 17Uhr. Lu Jie betonte, dass es dabei nicht um das Geld
ginge, auch solle ihr Verhalten nicht als Mißachtung der Anordnungen des
Gerichts angesehen werden. Sie verweigerten die Zahlung der Geldstrafe,
auferlegt von einem Gericht in Hongkong, das von Jiang Zemins Regime
beeinflußt wurde. Ihr Verhalten diene dazu, Hongkongs Justizsystem gegen
derartige Manipulation zu schützen und Hongkongs Rechtssystem, das sich
auf Recht und Gesetz stütze, aufrecht zu erhalten.
Lu Jie erklärte ferner, dass der Sinn
ihrer Weigerung, die Geldstrafe zu zahlen, sei, der Verfolgung unter dem
direkten Druck Jiang Zemins auf Hongkong zu widerstehen. An der
Oberfläche sieht es aus wie Strafverfolgung, in Wirklichkeit ist es aber
Verfolgung – die Ausbreitung der Verfolgung von Falun Gong im Festland
China auf Hongkong und auf Übersee. Sie sagte:“ Wenn heute Falun Gong
verfolgt wird, so könnte es morgen jede Gruppe oder jede Person sein,
die den Behörden missfällt.“
Darüber hinaus machte Falun Gong Sprecher
in Honkong, Kan Hung-cheung, auf der Pressekonferenz deutlich, dass es
bedauerlich sei, dass das erste Urteil den Test auf die Einhaltung von
Gesetz und Menschenrechte nicht bestanden habe. In der Vergangenheit
hätten die Gerichte in Hongkong den Eindruck erweckt, als würden sie
Achtung vor Recht und Gesetz haben, die Menschenrechte anerkennen sowie
ein hohes Maß an Professionalität und Moral zeigen. In diesem Verfahren
sei jedoch von alledem nichts zu erkennen gewesen.
Kan Hung-cheung machte deutlich, dass
Symon Wong wesentliche Beweisstücke nicht berücksichtigte und
unterlassen hatte, sachbezogene Gesetze richtig anzusprechen. Der
Schuldspruch gegen die 16 Falun Gong Praktizierenden könne sich
unmöglich auf reale Fakten bzw. auf das Gesetz stützen. Es handele sich
zweifellos um einen unrechtmäßigen Fall, der unter dem politischen Druck
seitens Jiangs Regime von der Hongkonger Regierung auf die Bühne
gebracht wurde.
Kan Hung-cheung brachte zum Ausdruck,
dass sie bezüglich ihres Einspruches überlegten, eine Zivilklage gegen
die betreffenden Behörden wegen unrechtmäßiger Festnahme und falscher
Anschuldigungen gegen Falun Gong Praktizierende einzureichen. In der
Zwischenzeit, so glaube er, ziehen Praktizierende weltweit eine
kollektive Klage gegen Jiang Zemin für seine schrecklichen Verbrechen
bei der illegalen Verfolgung von Falun Gong in Betracht .
Originaltext auf Englisch unter :
http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2002/8/20/25547.html
Original vom : 20.08.2002
Übersetzt von Clearharmony am : 21.08.2002 |