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05.08.03 |
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14. März 2002 Der Hungerstreik (klicken Sie auf die Bilder um diese gross zu sehen)
09:00 bis 10:00 Aus dem Liaison-Office werden fünf Telefonanrufe zur Polizei getätigt. Laut Zeugenaussage vor Gericht, rufen sie auf ein privates Mobiltelefon eines ranghohen Polizisten an, der sich gerade im Urlaub befindet! 09:05 Eintreffen erster Polizeiinspektoren. (Normalerweise werden bei einem Behinderungsfall gewöhnliche Polizisten geschickt und nicht gleich Inspektoren) Warnungen werden ausgesprochen, wir sollten den Platz verlassen, wir würden auf dem Gehsteig eine Behinderung darstellen, man könne nicht mehr durchgehen. Die Situation vor Ort zeigt jedoch ganz deutlich, dass in keinster Weise von Behinderung gesprochen werden kann. Wir beanspruchen nur 7m2 auf einem 140m2 grossen Platz. (Heute werden dort Blumenbeete hingepflanzt, die Fläche reduziert sich dadurch um ca. 2/3! Jedoch hat sich niemand über die Baulichen Veränderungen beschwert, der Durchgang sei nun zu eng.)
Gespräche mit der Polizei: Zudem verhandelten die lokalen Praktizierenden mit einem höheren Polizisten, der sagte, wir könnten ev. zu viert auf dem Platz bleiben, er müsse sich das jedoch telefonisch bestätigen lassen. Wir hatten uns zu den Behinderungsbeschwerden und Verwarnungen entsprechend geäussert und mitgeteilt, dass wir nicht beabsichtigen würden den Platz zu verlassen, zudem entspreche unsere friedliche Demonstration dem Gesetz Hong Kong's. "Es ist nicht unsere Absicht die Hong Konger Polizei zu stören. Wir führen hier einen friedlichen Appell mittels eines Hungerstreiks durch, damit die Welt über die brutale Verfolgung erfährt und China möglichst bald damit aufhört." 09:15 Wir werden von Journalisten umringt, viele Kameras sind auf uns gerichtet. Wir sprechen unser Statement in Mikrofone von AP, Reuters, BBC, lokalen sowie chinesischen Fernsehstationen und Printmedien. Die Welt kann an unserem Hungerstreik teilhaben und erfährt von den Schiess- Folter- und Mordbefehle des tyrannischen Diktators - Jiang Zemin.
10:00 Weitere Barrikaden werden errichtet, mittlerweile ist ein Feld von ca. 140 m2 um uns herum eingezäunt. Sämtliche Medienvertreter werden hinter die Abschrankungen gewiesen. Fussgänger müssen teilweise auf der Strasse gehen, weil Polizisten mit ihrer Anwesenheit den letzten kleinen Durchgang blockieren. 12:30 Die Polizei hält eine kurzfristig einberufene Pressekonferenz ab. Es wird erzählt wir würden beabsichtigen ins öffentliche Liaison Office zu gehen und die Angestellten der Liaison würden sich deshalb nicht mehr sicher fühlen. Einer der Schweizer Praktizierenden spricht daraufhin erneut zu den Medien, um diese Lüge aufzudecken; wir hatten nicht beabsichtigt das Gebäude zu betreten.
"What Hong Kong Police is doing here; we see it like supporting Jiang Zemins persecution against Falun Gong! in etwa heisst das übersetzt: "Was die Hong Konger Polizei hier macht, sehen wir als Unterstützung der Verfolgung Jiang Zemin's von Falun Gong!" 13:40 Ankunft in der Polizeistation, wir werden in einen Besprechungsraum geführt, wo wir über neun Stunden in Ungewissheit festgehalten werden. Zu Beginn wird uns nicht erlaubt die Toilette aufzusuchen, erst nach mehrmaligem Auffordern unsererseits, bemüht sich ein Polizeibeamter darum. Jeder der das Bedürfnis verspürt, wird in Begleitung zweier Polizisten in eine Gefängniszelle geführt, wo man seine Notdurft unter Aufsicht in ein dreckiges Loch im Boden verrichten kann. Die Klimaanlage im Besprechungsraum ist sehr kalt gestellt, wir frieren. Am nächsten Tag bleiben bei einigen Praktizierenden Erkältungserscheinungen zurück. 17:00 Über unser Handy haben wir Kontakt mit Frau Zimmermann, Attaché der Schweizerischen Botschaft in Hong Kong, sie teilt uns mit, sie sei bereits informiert und stehe in Kontakt mit der Polizeistation. 22:30 Frau Zimmermann besucht uns, sie hatte sich vorab bei der Polizei über unsere Situation und Rechte informiert. 23:00 Gegen eine Kaution, die im Moment nicht zu entrichten ist, werden wir Schweizer Praktizierenden freigelassen. Wir sind verpflichtet uns am nächsten Tag um 15:00 Uhr auf dem Polizeiposten zurück zu melden. Die anderen Praktizierenden werden bis zum Beginn der Anklageverlesung am Nachmittag des nächsten Tages im Besprechungsraum festgehalten. 23:30 Erst jetzt, 9 Stunden nach der Verhaftung, können sich die Verletzten ärztlich untersuchen lassen. Neun Praktizierende tragen Verletzungen davon. Es bleiben Schmerzen an Kiefer, Schürfungen, Quetschungen, Kopfschmerzen und allgemeine Schwäche zurück. Wollen Sie gleich bei der Anklageverlesung vor Gericht am nächsten Tag weiter lesen? Dann klicken Sie hier. Interessiert Sie der Schau-Prozess der 26 Tage dauerte? Dann klicken Sie hier. |
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Stand: 05.08.03